Dr. Cathrina Claas-Mülhäuser erhält den ERNST-BLICKLE-PREIS 2018

13.05.2019

Wegen ihrer „herausragenden Leistungen im Bereich der Erforschung und Anwendung von neuesten Erkenntnissen zur Realisierung ökologisch und ökonomisch nachhaltiger Landtechniken“ wurde Cathrina Claas-Mühlhäuser mit dem Ernst-Blickle-Preis ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand im Bruchsaler Schlosses statt.

Prof. Dr. Klocke ehrte Dr. Claas-Mühlhäuser mit dem ERNST-BLICKLE-PREIS
Prof. Dr. Klocke ehrte Dr. Claas-Mühlhäuser mit dem ERNST-BLICKLE-PREIS
Prof. Dr. Klocke ehrte Dr. Claas-Mühlhäuser mit dem ERNST-BLICKLE-PREIS

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schipanski hob in ihrer Laudatio über die Preisträgerin die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit hervor und lies den die Preisträgerin prägenden Werdegang Revue passieren. „Catrhina Claas-Mühlhäuser hat sich mit ihrer unaufgeregten und angenehmen Art Respekt bei Arbeiter und CEOs erarbeitet“, lobte Schipanski.

Ich bin berührt und fühle mich sehr gebauchpinselt“, dankte die Geehrte dem Stiftungsvorstand und bezog sogleich die Auszeichnung auf die ganze Firma. Das Geheimnis sei ein Team mit guten Leuten und guten Ideen: „Es ist wichtig, für die Sache zu brennen!“ In Ihren Dankesworten gab sie kurzen Einblick in die aktuellen Entwicklungen in der Branche: „Früher ging es um die Effizienz der Maschinen, heute um die Intelligenz.

Effizienz? Die Landtechnik hat im letzten Jahrzehnt große Anstrengungen unternommen, um die Effizienz von Landmaschinen zu erhöhen und den Schadstoffausstoß zu senken. Ein Beispiel: Um die Partikelbelastung im Abgas zu reduzieren, haben die Motorhersteller die Verbrennungstemperatur in den Zylindern stark erhöht. Als Folge muss die Motorkühlung deutlich größer und komplexer dimensioniert werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Seit 2008 wurde der Ausstoß an Feinstaub und Stickoxiden um mehr als 90 Prozent reduziert. Große Sprünge gibt es auch in der Erntetechnik: Schon heute verbraucht ein CLAAS Mähdrescher nicht mehr als 1,5 Liter Diesel um eine ganze Tonne Weizen zu ernten.

Intelligenz? „Farming 4.0“! Es reicht nicht mehr nur die einzelne Maschine zu verbessern. Die Maschinen werden mit immer intelligenteren Technologien ausgerüstet, um untereinander zu kommunizieren und Arbeitsprozesse automatisch abstimmen zu können. Die Gesamtsicht aller Arbeiten auf dem Hof rückt in den Vordergrund. Inzwischen geht es immer mehr um eine Verlagerung in Richtung „Mannschaftsspiel“. Die hohen Ernteleistungen eines Mähdreschers und die immer kürzeren Erntefenster stellen die Transportlogistik inzwischen vor größere Herausforderungen. CLAAS vernetzt daher Traktor, Mähdrescher und Überladewagen so, dass der Ladewagen je nach Erfordernis die Traktorgeschwindigkeit regulieren kann.

Wofür die Geehrte das Preisgeld einsetzen will, weiß Sie auch schon: „Damit soll jetzt das „Large Vehicle Alert Systems“ weiterentwickelt werden, um möglichst für eine Vielzahl von Automobilherstellern einsetzbar zu sein. Es warnt Automobil-Fahrer vor Landmaschinen im Straßenverkehr. Das System übermittelt die Telemetriedaten landwirtschaftlicher Maschinen und Traktoren im Straßenverkehr in Echtzeit an Assistenz- bzw. Navigationssysteme und Smartphone-Apps in den Fahrzeugen anderer Verkehrsteilnehmer. Auf diesem Weg können die Fahrer von PKW und LKW proaktiv über Position und Status der landwirtschaftlichen Maschinen auf ihrer Route informiert und gewarnt werden,“ erklärt Frau Dr. Claas-Mühlhäuser.

Preisträger mit Stiftungsvorstand
Preisträger mit Stiftungsvorstand
Preisträger mit Stiftungsvorstand

Ebenfalls wurde der Studienpreis der Stiftung an 22 Absolventen für ihre Diplom- und Masterarbeiten vergeben.