Sie haben eine konkrete Anwendung und möchten von uns beraten werden? Schicken Sie uns eine Nachricht mit Ihren Fragen.
Ort:
Bielefeld / Deutschland
Branche:
Intralogistik
Applikation:
Fahrerloses Transportsystem (FTS)
Durch Aktivierung der PLZ-Suche werden von Google Daten in die USA übertragen. Mehr in unseren Datenschutzhinweisen.
Ort: Bielefeld / Deutschland
Branche: Intralogistik
Applikation: Fahrerloses Transportsystem (FTS)
Hierbei ist zu wissen, dass Materialflusssysteme in der Regel autoritär arbeiten und den Teilnehmern vorgeben, wer was zu tun hat. Mit TORsten ist eine Plattform entstanden, mit der wir Materialfluss optimieren können ohne dabei die Autonomie des Fahrzeuges einzuschränken.Uwe Schildheuer, CEO von TORWEGGE
Dynamisch und wendig, intelligent und vorausschauend, ausdauernd und flexibel, eigenverantwortlich und rücksichtsvoll – alles Eigenschaften, die sich die meisten Arbeitgeber wünschen, wenn sie auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Wenn es nach Torwegge geht, sorgt bald in weiten Teilen der Intralogistik ein solcher neuer Mitarbeiter für ein verbessertes Produktionsklima.
Torsten heißt das Betriebsmitglied, das als FTS klaglos immer wieder neue Produkte und Werkzeuge zu den Arbeitsplätzen seiner menschlichen Kollegen bringt oder von dort entgegennimmt und weiter zu anderen Fertigungsinseln transportiert. „Wir können mit dem FTS Fertigungsinseln sehr flexibel miteinander verbinden“, erklärt Dirk Jonat, Leiter Projektmanagement und Technik bei Torwegge. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: „Wir ersparen unseren Kunden fest installierte Materialflusstechnik und ausladende und teure Förderstrecken.“
Dabei macht sich Torsten, wenn die aktuelle Situation es erfordert, auch unabhängig vom übergeordneten Materialfluss. So kann er in einem eleganten Bogen plötzlich im Weg stehenden Hindernissen ausweichen und teilt das per Sprachmodul mit: „Ich fahr nach links.“ Ist der Ablauf damit nachhaltig unterbrochen, kann ein anderes FTS übernehmen und Torsten macht sich an eine neue Aufgabe, die der Materialflussplan in petto hat. Geschäftsführer Uwe Schildheuer nennt ein Beispiel: „Wenn Ihr Navi Sie in eine Straße führt, in der jemand gerade die nächste halbe Stunde an einem Gullideckel arbeitet, dann bleiben Sie ja auch nicht davor stehen, sondern suchen sich eine Ausweichroute. Ein gutes Navigationsgerät stellt sich darauf ein und macht einen alternativen Routenvorschlag.“
Damit Torsten die Selbstplanung und die Kommunikation unter Mitarbeitern perfekt beherrscht, verfügt er über ein modernes Sprachmodul von Cognition Factory und ein integriertes Navigationssystem, das ihm die RWTH Aachen auf den Blechleib geschneidert hat.
Ohne die passende Antriebstechnik und Energieversorgung käme der flache Assistent nicht weit in der Intralogistik. Dass Torsten so dynamisch unterwegs ist und spontan die Richtung wechseln kann, dafür sorgt ausgefeilte Servo-Antriebstechnik: Die Kleinspannungsantriebe CMP.. ELVCD aus dem SEW-Baukasten bringen ein hohes Maß an industrieller Standardisierung mit und sind speziell für die mobile Fördertechnik entwickelt worden. Sie basieren auf der bewährten Servomotoren-Baureihe CMP50M.
Inbetriebnahme und Konfiguration erfolgen über das Programmmodul „MultiMotion und Kinematik“, das die integrierte und frei programmierbare Motion-Control-Steuerung MOVI-PLC® bereithält. Auf diese Weise lassen sich in solchen Mehrachsanwendungen koordinierte Bewegungsabläufe komfortabel und exakt gestalten.
Auch unser Powermanagement hat es in sich. SEW-EURODRIVE zählt zu den ersten Unternehmen der Antriebstechnik, die für die Energieversorgung mobiler Systeme innovative Bleikristall-Akkus verwenden. Unter Volllast kann Torsten damit vier Stunden ohne Pause fahren. Das entspricht im üblichen Logistikbetrieb einer ganzen Arbeitsschicht, an deren Ende sich Torsten vier Stunden in der Ladestation ausruhen kann. Die nächste Schicht kann kommen.
Mit dem FTS TORsten haben die Intralogistikspezialisten von TORWEGGE aus Bielefeld eine Materialflusslösung entwickelt, die autonom in der Lage ist, Transportaufträge flexibel zu erledigen. Das neue System lässt sich – vergleichbar mit einem Flottenmanagement – sehr einfach skalieren. „Wir sind durch die offene Steuerungsarchitektur von SEW-EURODRIVE zudem unabhängig davon, welcher Materialflussrechnung zum Einsatz kommen soll oder bereits im Einsatz ist“, erklärt Schildheuer. Damit lässt sich TORsten sehr einfach auch in bestehende Logistikzentren oder Produktionen nachträglich als neuer Mitarbeiter integrieren.