Mit Leidenschaft für Technologie entwickeln wir die beste Lösung für unsere Kunden. Sie haben eine konkrete Anwendung und möchten beraten werden?
Ort:
’s-Heerenberg (Provinz Gelderland)
Branche:
Anlagenbau
Applikation:
Robotersysteme zur Containerentladung
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Kunde: Copal Handling Systems
Ort: ’s-Heerenberg (Provinz Gelderland)
Branche: Anlagenbau
Applikation: Robotersysteme zur Containerentladung
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Wir alle kennen das, eine Online-Bestellung dauert heutzutage nur wenige Tage, bis sie zu Hause eintrifft. Ähnlich ist es auch in der Industrie. Durch die Just-in-time-Produktion ist eine schnelle und flexible Zulieferkette erforderlich. Dies stellt die Transport- und Logistikbranche vor große Herausforderungen. Nicht nur der hohe Zeitdruck macht den Unternehmen zu schaffen, sondern auch immer schwerer zu rekrutierende Fachkräfte. Um diese Situation zu entschärfen und um die Mitarbeiter bei der körperlichen Arbeit zu entlasten, suchen die Unternehmen nach Lösungen, um einzelne Arbeitsschritte zu automatisieren. Die Firma Copal Handling Systems mit Sitz in der niederländischen Stadt ’s-Heerenberg bietet hier eine innovative Lösung an. Die Herausforderung war, ein Roboter-Entladesystem zu entwickeln, welches auf engstem Raum agieren kann und dabei Höchstleistungen vollbringt. Das Unternehmen begann mit der Entwicklung und dem Bau von Systemen zum Entladen von Sackware: Kakao, Nüsse und Kaffee in Jutesäcken wurden durch mit Nadeln ausgerüsteten Greifern hochgehoben.
Für uns war es wichtig, einen Lieferanten mit weltweiter Präsenz zu finden, der bei Ausfällen innerhalb weniger Stunden reagieren kann.Herr Versteeg, Chefingenieur bei Copal:
Wir sind der Ansicht, dass die Verantwortung über den gesamten Lebenszyklus betrachtet auf mehrere Schultern verteilt werden muss.Jan Grasmeijer, technischer Direktor bei Copal:
Neu im Programm der Firma Copal ist der C2-Entlader. Dabei handelt es sich um eine mobile Handlinglösung, die innerhalb von 15 Minuten einsatzbereit ist und sowohl im Innen- als auch im Außenbereich ihre Anwendung findet. Entwickelt und optimiert wurde sie für das Anheben von Jutesäcken, gefüllt mit Nüssen, Kaffee oder Kakao mit einer Masse von bis zu 100 kg und der Möglichkeit, den Entlader um 360 Grad zu drehen. Ein Motion-Controller sorgt für die automatische Positionierung des Greifers. Mithilfe der Software werden die Säcke gescannt und die Reihenfolge der Entladung bestimmt. Der Greifer ist mit einem flexiblen Mechanismus mit mehreren Dreh- und Kipp-Punkten ausgestattet. Er greift die Säcke mit Nadeln und versetzt sie in einer fließenden Bewegung. Auf diese Art kann die Arbeit schneller erledigt und gleichzeitig die Produktivität gesteigert werden.
Aufgrund der hohen Komplexität der Systeme und der daraus resultierenden hohen Anforderungen an Antriebs- und Steuerungstechnik, wurden wir nicht zuletzt aufgrund unserer Serviceleistungen ausgewählt. Der Firma Copal waren hier Leistungen wie die vorausschauende Instandhaltung und die Möglichkeit von Ferndiagnosen besonders wichtig. Eine weitere Anforderung von Copal war ein dichtes Servicenetz und die damit verbundene schnelle Verfügbarkeit aller Leistungen.
Mitarbeiter von Copal und SEW-EURODRIVE arbeiteten für die Berechnung des kinematischen Modells eng zusammen. Im Wesentlichen gibt es vier Bewegungen, die einem sogenannten LRRL-Muster folgen (linear-rotierend-rotierend-linear). Drei dieser vier Bewegungen (X-Achse horizontal, Parallelarm und Hubsäule) erfolgen über elektrisch angetriebene Achsen. Die vierte Achse, Hubsäule linear, wird hydraulisch gesteuert, ist aber in das Bewegungsmodell integriert und wird durch einen unserer Motion-Controller gesteuert. Dabei handelt es sich um den Typ MOVI-C® UHX84.
Herkömmliche Industrieroboter sind in der Regel nicht darauf ausgelegt, auf engstem Raum zu agieren. Hier bietet unsere modulare Automatisierungsplattform MOVI-C® einen Vorteil. Sie umfasst die Engineering-Software, Steuerungstechnik, Motoren sowie zentrale und dezentrale Umrichter. Die Movi-C®-Doppelachsenmodule sind in der Lage zwei Motoren anzusteuern und bieten darüber hinaus, eine sehr kompakte Bauweise.
Die beengten Verhältnisse machen es notwendig, eine Abwägung zwischen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit zu treffen. Hierbei stehen Präzision und Zuverlässigkeit der Maschine im Fokus, ohne dass der Ausleger der Maschine den Container berührt und sich so selbst beschädigt. Während die Containerbreite standardisiert ist, bestimmt die Höhe des Containers (Standard oder Großraum) den Bewegungsraum der Maschine.
Die verwendeten Getriebe, darunter die Kegelradgetriebe-Baureihe in Aufsteckausführung für den platzbeschränkten Einbau, sind weitestgehend spielarm. Dadurch wird eine präzise Positionierung sichergestellt. Für größere Lasten werden asynchrone Servomotoren der Baureihe DRL../DR2L.. (die energiesparenden IE3-Ausführungen) eingesetzt. Sie haben eine höhere Eigenmassenträgheit als marktübliche Synchronmotoren und sind daher optimal in Applikationen eingesetzt, bei denen aus regelungstechnischen Gründen ein ausgeglichenes Trägheitsverhältnis zwischen Last und Motor gewünscht ist.