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Immer wenn Material transportiert wird, beispielsweise
in Förder- und Logistikanwendungen, muss eine Vielzahl von Bewegungsabläufen
gesteuert werden. Dies sind sehr häufig lineare Bewegungen in Form
von Hubwerken, Fahrwerken oder Transportbändern und Drehbewegungen
in Form von Drehtischen. Vor allem Drehbewegungen erfolgen sehr häufig
getaktet, beispielsweise bei Rundtakttischen oder Drehverteilern,
aber auch Transportbänder, so genannte Taktbänder, stellen getaktete
Anwendungen dar.
Eine konkrete Antriebsaufgabe sind Rundtakttische.
Das Material wird zur Weiterverarbeitung immer um einen bestimmten
Winkel weitergetaktet. Üblicherweise erfolgt die Bewegung dabei nur
in eine Drehrichtung. Eine weitere Antriebsaufgabe sind Drehverteiler.
Hier wird das Material auf unterschiedliche Positionen verteilt,
wobei oftmals eine wegoptimierte Positionierung gefordert ist. Die
neue Position wird dabei immer auf dem kürzesten Weg angefahren.
Getaktete Transportbänder stellen eine ähnliche
Antriebsaufgabe dar wie die Rundtakttische. Das Material auf dem
Transportband wird immer um eine bestimmte Länge weitergetaktet.
Ein kompletter Umlauf des Transportbandes entspricht dabei einer
360°-Bewegung des Rundtakttisches.
Die Lösung der Antriebsaufgabe mit MOVIDRIVE® beruht auf dem Applikationsmodul "Modulopositionierung".
Das Applikationsmodul "Modulopositionierung" ist Bestandteil der MOVIDRIVE®-Bediensoftware MOVITOOLS® MotionStudio und kann
nach Erwerb der Lizenz freigeschaltet werden. Sie werden mit einer
anwenderfreundlichen Bedienoberfläche durch die Parametrierung geführt
und müssen lediglich die für die Anwendung notwendigen Parameter,
beispielsweise Positionen, Rampen und Geschwindigkeiten, eingeben.
Das Applikationsmodul erstellt daraus das Steuerungsprogramm und
lädt es in den Umrichter. Das MOVIDRIVE® übernimmt
dann die komplette Bewegungssteuerung, die übergeordnete Steuerung
wird dadurch entlastet. Sie haben dabei die Wahl, ob der Umrichter über
Binäreingänge oder Feldbus gesteuert werden soll.
So vielfältig die Anwendungen auch sind, die
hohe Funktionalität des Applikationsmoduls "Modulopositionierung
" führt Sie zum Ziel.
- 16 Zielpositionen bzw. Schrittweiten
können definiert und angewählt werden. Bei Steuerung über Feldbus können
die Zielpositionen und Schrittweiten auch als variabler Wert vorgegeben
werden.
- Für jede der 16 Zielpositionen bzw. Schrittweiten können Verfahrgeschwindigkeit
und Rampe separat eingestellt werden.
- Bei ungeradzahliger Getriebeübersetzung kann mit fliegender
Referenzierung der Winkelfehler korrigiert werden.
- Bei kraftschlüssiger (= schlupfbehafteter) Verbindung zwischen
Motorwelle und Anwendung kann auf einen externen Inkrementalgeber
referenziert werden.
- Die Anwendereinheiten können frei definiert werden.
- Automatische Berechnung der Wegauflösung und grafische Positionsanzeige.
- Geführte, komfortable Inbetriebnahme und Diagnose.
Ein wesentliches Merkmal der Antriebsumrichter MOVIDRIVE® kommt bei den Applikationsmodulen
zum Einsatz, und zwar die IPOSplus® Positionierung
und Ablaufsteuerung. Ein IPOSplus®-Programm
im MOVIDRIVE® steuert anhand
der Vorgaben durch das Applikationsmodul den kompletten Bewegungsablauf
sehr maschinennah im -MOVIDRIVE®.
Außer Rundtakttisch, Drehverteiler und Taktband
können natürlich noch weitere Anwendungen mit dem Applikationsmodul
"Modulopositionierung" realisiert werden. Als Beispiele können genannt
werden:
- Hohe Funktionalität
- Anwenderfreundliche Bedienoberfläche
- Nur die für die Applikation erforderlichen Parameter müssen
eingegeben werden
- Geführte Parametrierung an Stelle von aufwändiger Programmierung
- Keine Programmiererfahrung erforderlich
- Keine langwierige Einarbeitung
- Wahlweise Klemmensteuerung oder Feldbussteuerung
- Die komplette Bewegungssteuerung erfolgt durch das IPOSplus®-Programm im MOVIDRIVE®
- Dezentrale Konzepte können einfacher realisiert werden