Das Tor zu effizienter Antriebskommunikation
Bruchsal, Hannover Messe 2009: Mit neuen Highspeed Feldbus-Gateways für das Mehrachs-Servoverstärker-System MOVIAXIS® bietet SEW-EURODRIVE eine leistungsstarke und multifunktionale Möglichkeit, Antriebslösungen zu realisieren. Die Gateways
haben eine hohe Datenverarbeitungsgeschwindigkeit, integrierte Komplettdatenspeicherung, Parameter-Auto-Reload nach Gerätetausch
sowie Feldbus-/Netzwerk-Schnittstellen für PROFIBUS, DeviceNet, PROFINET IO, EtherNet IP und Modbus TCP. Für die Officekommunikation
gängige und notwendige Engineering-Schnittstellen wie TCP/IP und USB sind als Standard integriert.
Mit dem Mehrachs-Servoverstärker MOVIAXIS® eröffnet SEW-EURODRIVE neue, innovative Möglichkeiten für mehrachsige Servoantriebslösungen. Neben der hochdynamischen Regelung
einzelner Achsen verfolgt der Servoregler den Ansatz einer flexiblen Konfiguration hinsichtlich Funktionalität, Leistung und
Automatisierung. Der Kopf eines jeden Achsverbundes sind die Mastermodule. Hier sind der Netzwerk- und Feldbuszugang sowie
auch Steuerungstechnik, Datenhaltung und Officekommunikation zentralisiert. In Kombination mit den intelligenten Achsmodulen
sorgen sie für erhebliche Kostenvorteile und verbesserte Handhabung durch die Einsparung einzelner Steuerungen, Feldbuskarten
und Datenspeicher in jeder Achse. Das MOVIAXIS®-Mastermodul gibt es in verschiedenen funktionalen Ausprägungen: als Gateway, Application Control Unit oder Motion Control-Steuerung.
Unterschiedliche Antriebe im Verbund
Die reine Kommunikationsvariante stellen Mastermodule mit den neuen Feldbus-Gateways vom Typ UFx41B dar. Sie sorgen für die
Verteilung der Prozessdaten vom Feldbus an die untergeordneten Achsen bzw. für die Weitergabe der Informationen von den Achsen
an den Feldbus und ersparen damit letztendlich einzelne Feldbuskarten im Servoverstärker. Die hochperformanten Gateways können
dabei eine konfigurierbare Anzahl von Prozessdaten zwischen den einzelnen Achsen und dem Feldbus bzw. Netzwerk austauschen.
Die Gateways lassen sich über die SEW-Systembusse kostengünstig an die MOVIAXIS® Achs- und Systemmodule oder Frequenzumrichter des Typs MOVITRAC® oder MOVIDRIVE® anbinden. Je nach Applikation stehen hierbei als Systembusse entweder zwei CAN-Busse oder ein EtherCat-basierender Systembus
zur Verfügung.
Flexibilität bei der Buswahl
Für die Kommunikation zur Steuerungsebene stehen die Gateways zurzeit in zwei Varianten zur Verfügung: für DeviceNet und Profibus
sowie für Profinet IO, EtherNet IP und ModBus TCP. Innerhalb der Varianten kann einfach per DIP-Schalter zwischen den Feldbussystemen/Netzwerken
umgeschaltet werden. Auch das erhöht die Flexibilität des Anlagenbauers - er benötigt damit in der Regel nur einen Typ des
Gateways und kann seine Anlagen per DIP-Schalter an verschiedene Feldbusse und Steuerungen und damit an globale bzw. regionale
Endkundenvorgaben anpassen.
Mehr Effizienz bei Service und Wartung
Die Gateways haben zudem standardmäßig Schnittstellen für die Officekommunikation an Bord. Über USB und TCP/IP lässt sich
der Achsverbund nicht nur leicht parametrieren, sondern auch in das kundenseitige Firmen-netzwerk integrieren. Ein optional
von SEW-EURODRIVE als Systemzubehör angebotenes Modem (ORA 11B), das an den TCP/IP-Zugang angeschlossen wird, ermöglicht zudem
die direkte Fernwartung über eine eigene, analoge Telefonleitung und umgeht damit die Probleme, die ein Zugriff über das Firmennetzwerk
(Firewall usw.) mit sich bringen kann. Für eine leichte Wartung hält das Gateway die insbesondere für Anlagenbetreiber hilfreiche
Auto-Reload-Funktion bereit. Alle Daten der Achsen im Verbund sind im Mastermodul zentral gespeichert. Muss eine Achse ausgetauscht
werden, so lädt das Gateway die notwendigen Daten automatisch zurück in die neue Achse. Die ausgetauschte Achse kann damit
sofort ohne weitere Einstellungen und Neu-Parametrierungen wieder angefahren werden.