Optimierte Prozesse durch Dynamik, Kraft, Kompaktheit und hohe Lebensdauer
SEW-EURODRIVE stellt neue Elektrozylinderbaureihe CMS vor
Bruchsal, Hannover Messe 2006: In Produktionsanlagen besteht die Forderung nach stetiger Optimierung von Prozessen und dem
Einsatz von flexiblen und wirtschaftlichen Produktionssystemen. Daher ist eine ständige Weiterentwicklung auch der Antriebslösungen
notwendig, um dieser Forderung nach zu kommen. In diesem Zuge stellt SEW-EURODRIVE nun die neuen Elektrozylinder CMS vor.
In weiten Teilen der Fertigung werden für die Umsetzung von Linearbewegungen pneumatisch oder hydraulisch angetriebene Zylinder
eingesetzt. Bedingt durch die mangelnde Flexibilität, ist die Einbindung solcher Systeme (z. B. in Automatisierungsprozessen)
nur begrenzt oder gar nicht möglich. Aus diesem Grund verstärkt sich die Forderung, pneumatisch oder hydraulisch erzeugte
Linearbewegungen durch intelligente elektrische Antriebssysteme zu ersetzen.
Aus diesen Anforderungen heraus entschied sich SEW-EURODRIVE ein Antriebssystem für genau solche Applikationen zu entwickeln.
Bei diesem beschriebenen Antriebssystem, handelt es sich um einen Synchron-Servomotor mit integriertem Gewindetrieb (Elektrozylinder),
der die Linearbewegung erzeugt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Druckluftzylindern, welche die Produktionsprozesse hinsichtlich
Qualität, Flexibilität und Produktivität begrenzen, bietet die Elektrozylinderbaureihe CMS neue bzw. erweiterte Möglichkeiten
bei der Prozesssicherheit und der Einbindung in vorhandene Automatisierungsprozesse.
Auch bei dieser Entwicklung dient das Baukastensystem von SEW-EURODRIVE als solide Grundlage, so besteht das Elektrozylindersystem
aus SEW-Standardkomponenten (CM/CMP-Statoren, Gebersysteme, Steckverbinder, Lager). Dadurch entstehen für den Anwender folgende
Vorteile: Ein kostenoptimaler, flexibler Elektrozylinder der für viele Anwendungen und verschiedene Maschinentypen und Anforderungen
anpassbar ist. Die Umrüstung von Maschinen ist ohne tiefgreifende konstruktive Veränderungen möglich und daher sehr einfach,
gleichzeitig werden Kosten und Zeit bei Aufbau und Wartung reduziert.
Die Elektrozylinderbaureihe CMS besteht aus den drei Baureihen CMS50S, CMS71M und CMS71L. In Verbindung mit einem Antriebsumrichter
als Servoregler (MOVIDRIVE® oder MOVIAXIS®) sind frei definierbare Beschleunigungs-, Geschwindigkeits-, Positions- und Kraftprofile
einstellbar.
CMS50S: Als Antrieb wird ein Servomotor CMP50S verwendet. Ein Vorsatz der den Gewindetrieb mit Führung enthält, wird angeflanscht.
Der Antrieb wird standardmäßig über das A-seitige Flanschlagerschild des Motors, mit der Kundengeometrie adaptiert. Der Rotor
dreht die Spindel, während die Mutter die Vorschubbewegung ausführt. Die Mutter wird über Nutensteine in einem Aluminium-Stranggussgehäuse
geführt. Die Anschlussmaße einschl. Schmierbohrung der Mutter werden nach DIN69051 ausgeführt, um auf Standardbauteile zurück
zu greifen. Mutter und Kolbenstange sind über zwei Tangentialstifte mit dem Führungsteil verbunden. Die Kolbenstange, mit
hochwertiger verchromter Oberfläche, wird durch einen Abstreifer mit Führungsring abgedichtet. Mit der Kolbenstange ist ein
handelsübliche Gelenkkopf verschraubt. Der Gewindetrieb enthält eine Lebensdauerschmierung der Spindelmutter und zusätzlich
ein Schmierstoffreservoir in der Kolbenstange.
CMS71M, CMS71L: Der Rotor ist als Hohlwelle ausgebildet werden. Die Gewindespindel taucht in die Hohlwelle ein und ermöglicht
somit eine kompakte Bauweise. Der Rotor besteht aus einer Hohlwelle mit Permanentmagneten. An dem Rotor ist es möglich die
Spindelmutter eines Kugelgewindetriebs (KGT) oder Planetenrollengewindetriebs (PGT) zu adaptieren. Je nach Motordrehrichtung
wird die Spindel aus dem Rotor herausbewegt oder hineinbewegt.
Zum Schutz der Spindel vor groben Verschmutzungen dient ein Faltenbalg. Durch einen feststehenden Schmieranschluss, kann die
drehende Spindelmutter während des Betriebs mit Schmierstoff versorgt werden. Es besteht die Möglichkeit einer kontinuierlichen
Nachschmierung mittels Anschluss an eine Zentralschmieranlage oder eines dezentralen Schmierstoffgebers.
In einem ersten Schritt wurden die Baugrößen CMS71M und CMS71L realisiert. Die Baugröße CMS50S wird im August 2006 zur Verfügung
stehen. Weitere Baugrößen sind in Planung.
Vorteile auf einen Blick:
- Einsparung teurer Druckluft
- Einfache Einbindung in Automatisierungsprozesse
- Einfache Installation bzw. Einbaumöglichkeiten (keine Verrohrung notwendig)
- Reduzierung der Lärmemission durch geregeltes Beschleunigen (Schonung der Mechanik)
- Kompakte Abmessungen durch integriertes Spindelsystem
- Geringerer Wartungs- und Reinigungsaufwand (keine Leckagen)
- Intelligentes Antriebssystem für mehr Flexibilität in den Automatisierungsprozessen
- Schnelle Inbetriebnahme: Parametrieren statt Programmieren durch den Einsatz von Applikationsmodulen (= vorprogrammierte Steuerungsprogramme),
z. B. Buspositionierung
- Einfache Integration in die Automatisierungsprozesse durch Anbindung an alle gängigen Bussysteme: PROFIBUS, INTERBUS, INTERBUS
LWL, DeviceNet, CAN, CANopen
Zielapplikationen sind Applikationen in denen Linearbewegungen, mit Ansprüchen an das Verfahrprofil, benötigt werden wie
z.B. Ruckbegrenzung, verschiedene Kraftprofile, maximale Beschleunigungen, mehr als zwei Positionen anfahren.
Typische Anwendungen sind z. B. Stellantriebe, Kraftspanner in Vorrichtungen (z. B. Schweißzangen, Falzanlagen), Dosier-/
Abfüllanlagen, Regeleinrichtungen in der Verfahrenstechnik oder Anwendungen in der Verpackungs- und Holzindustrie.
Zu dieser Presseinformation gehört das Bild: CMS-Elektrozylinder
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