Bruchsal/Nürnberg, SPS/IPC/DRIVES 2004: Mit zunehmender Funktionalität und Flexibilität von Produktionsmaschinen und Anlagen
erhält die Diagnose und das Engineering eine zunehmende Bedeutung. Der Fokus liegt dabei nicht nur in der schnellen Diagnose
und Behebung von Fehlern, sondern auch in der Vermeidung von Fehlern und der präventiven Wartung. Als Kommunikationsmedium
zur Übertragung von Diagnosedaten hat sich in den letzten Jahren das Ethernet etabliert. Durch die Verwendung moderner IT-Technologien
kann die Produktlandschaft der Automation einfach an die Office-Welt angebunden werden.
Moderne Steuerungen und Bedienterminals sind heute ins Ethernet-Netzwerk integriert und können permanent Parameter und Prozesswerte
der Anlage überwachen. Übersteigen bestimmte Prozesswerte die programmierten Grenzwerte, übersteigt z. B. die Auslastung des
Frequenzumrichters aufgrund einer Schwergängigkeit der Mechanik die 90 % Schwelle, so schickt das Bedienterminal automatisch
eine Email ans Wartungspersonal. Der Anwender wird nun aufgefordert die Maschine zu überprüfen, bevor es zum Maschinenstillstand
kommt.
Web-basierte Diagnose
Dazu kann der Anwender im ersten Schritt über den Internet Explorer in die Antriebstechnik hineinsurfen, um sich die aktuellen
Prozesswerte anzuschauen. Dazu ist die Verwendung der Ethernet-Optionskarten für die MOVIDRIVE®-Geräte und für die Drive Operator Panels (DOP) notwendig.
Für diese Diagnose der Anlage benötigt der Anwender keine Kenntnis über herstellerspezifische Software. Er arbeitet in seiner
gewohnten Umgebung mit dem Internet Explorer.
Engineering über Ethernet und Profibus
Um Parameter und IPOSplus®-Programm zu ändern, kann der Anwender nun im zweiten Schritt mit MOVITOOLS® arbeiten. Dazu kann MOVITOOLS® in Anhängigkeit der verwendeten Feldbusschnittstelle auf unterschiedlichen Wegen zu den Umrichtern kommunizieren, wie z.B.:
- Kommunikation direkt über Ethernet
Indirekt durch Routing der Kommunikation über die SIMATIC-S7 von Ethernet oder MPI auf Profibus.
Diese Kommunikationswege können über Modem (Teleadapter analog oder ISDN) sowie DSL-Router auch über größere Distanzen aufgebaut
werden.
Dadurch ergeben sich große Kosteneinsparpotenziale, denn Dienstreisen können gegebenenfalls entfallen. Das Personal vor Ort
kann nun zielgerichtet unterwiesen werden, den Fehler in der Anlage selbstständig zu lokalisieren und beheben.
Die Vorteile im Überblick:
- Reduktion von Stillstandszeiten durch automatische Überwachung der Prozessdaten der Anlage durch das Bedienterminal DOP und
Benachrichtigung per Email bei Überschreitung von Grenzwerten.
- Einfache und schnelle Diagnose der Antriebstechnik über den Internet Explorer ohne Kenntnis der herstellerspezifischen Software.
- Schnelle Behebung von Fehlern und Reduktion von Dienstreisen durch vollwertigen Engineering-Zugang zur Diagnose, Parametrierung
und Programmierung der Antriebstechnik lokal oder über Datenfernzugang.
Stichwort für Leseranfragen: Software
Ansprechpartner für Redaktionen:
SEW-EURODRIVE GmbH Co. KG
Ernst-Blickle-Straße 42
D – 76646 Bruchsal
http://www.sew-eurodrive.de/
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kontakt / Ansprechpartner
Abdruck erwünscht – Verwendung honorarfrei – Belegexemplar erbeten
Zu diesem Artikel gehört das Bild: "Software"